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Montag, 22. Oktober 2012
So schnell kann's gehen ...
kleinlautfolgen, 11:46h
... und das Leben schreibt schon wieder eine neue Geschichte. Dieses Mal eine weniger herzerwärmende - leider. Ich widme diesen Beitrag meinem Herz, meinem kleinen Bruder zumindest was die Seele anbetrifft, Julian. Eigentlich wollten wir uns sehen, Musik machen, n janz Jeschmeidigen wir er sagen würde. Aber Pustekuchen, nischt is mit sehen - zu diesem Zeitpunkt lag er gerade aufm Op-Tisch und kämpfte um ein Leben ohne Spätfolgen, darum weiter mobil zu sein und darum seine Lebensenergie weiter unter die Menschen zu streuen. Der Anruf kam Samstag Vormittag, wir haben idyllisch Pilze gesammelt, vorher ein dämliches Geplänkel darüber wir wir unseren Samstag planen oder auch nicht. Fehle ruft an, Julian? Was ist passiert? Autounfall - heute morgen, aber ihm geht's gut höchstwahrscheinlich. Filme, Kopfkino, der Hubschrauber, alles ist wieder da, so präsent als wäre es gestern. M.'s Unfall ist nun schon ein paar Jahre her, ich müsste genau überlegen wann es war, möchte es nicht. Zu schmerzhaft die Erinnerungen, die Gefühle, es schnürt mir die Kehle zu, die Tränen laufen. Hilfe. Ich bin nicht allein in diesem Moment, gut so - ansonsten wäre ich umgehend in den Funktionsmodus gefallen, gesteuert von Angst und Sorge.
Mit dem Vorhaben ihm eine ordentliche Standpauke halten zu wollen (schließlich hatte er getrunken), machten wir uns auf Richtung Krankenhaus. Aber - er war nicht mehr da, nicht nur ne Schramme - sondern Neurochirurgie in Magdeburg. Wieder Filme, wieder Zittern, der Boden tut sich auf. Hilfe. Für mich stand fest ich fahre, ich fahre zu ihm - heute noch egal was kommt. die Eltern in ihrer eigenen Welt, wissen von nichts, bleiben wie immer erstmal ganz entspannt. Es bringt mich um mit ihnen zu telefonieren, wie damals. Bei ihm. Er schaut mich an: Herz, ich habe den größten Fehler meines Lebens gemacht. Tränen laufen über sein Gesicht, dieser Ausdruck in den Augen - er weiß wie es bei M. gelaufen ist, er hat solche Angst. Angst davor nie wieder laufen zu können. Es zerreißt mir das Herz ihn so zu sehen. Mein Kreislauf verabschiedet sich gefühlt im Minuten-Takt. Ich lasse mir nicht anmerken wieviel Angst ich um dich habe Julian - du weißt ja, alles wird gut. Ich habs ihm versprochen, also klappt das auch. Ich glaube auch jetzt in diesem Moment daran, denke an dich und schicke dir all meine Kraft, damit du schlafen kannst und bald wieder gesund und munter vor mir stehst. Den Gedanken, das es anders kommen könnte schieben ich so weit weg wie nur irgend möglich. Wenn alles gut geht sehe ich dich heut wieder und hoffe, dass die Hoffnung nicht aus deinem Blick gewichen ist - du weiterhin an das Leben glaubst und allem anderen die kalte Schulter zeigst. Du hast mir durch dein Sein immer wieder große Motivation gegeben das Leben anzupacken und bejahend mit ihm umzugehen. Sorge nun für dich, ausschließlich für dich. Du schaffst das Herz. Musik und Julian sind eins. Gehören zusammen wie die Faust aufs Auge. Ich habe sehr viele Tracks, die mich mit ihm verbinden. Hier einer derjenigen, die definitiv dazu gehören und mich an ihn denken lassen: http://www.youtube.com/watch?v=HKArgIc7qh8 Ein Sphäre zum träumen. Ich bin stolz auf mich und meinen Umgang mit der Situation, ich achte auf mich, versuche nichts aufzustauen alles rauszulassen und trotzdem fokussiert zu bleiben. Ohne funktionieren - na ja, vielleicht ein bisschen. ... link (0 Kommentare) ... comment Donnerstag, 18. Oktober 2012
Nach Hause kommen die zweite ...
kleinlautfolgen, 18:24h
... jawohl das geht. Nach einer Woche Abstinenz bin ich wieder "back in town" wie man so schön sagt. Dazu das aller hübscheste Herbst- eigentlich fast Sommerwetter überhaupt. Pendeln ist witzig, ich hatte zugegebener Maßen ein wenig Respekt vor diesem Umstand; grundsätzlich habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen - ich habe gehofft, datt et mich nich allzu sehr stresst und ich deshalb der Sache schnell überdrüssig werde. So ist das ja mit den Menschen, das negative zu sehen ist immer leichter, als das positive anzuerkennen - deshalb bin ich stets darum bemüht, die negativen Pole relativ klein zu halten oder zu umschiffen. Ja ja.
... die erste Stunde Zug ist super entspannt. Danach is et voll und Touri-lastig, aber auch das sollte ich mit Musik auf den Ohren auf die Reihe kriegen. ... sehr lustig. Erster Tag, erster Versuch - erstes Mal, dass der Wecker nicht klingelt. Die innere Uhr sagt dann leider etwas zu spät "hopp hopp", sodass ich gleich mal n Zug später nehmen musste. Stolz bin ich trotzdem, schließlich habe ich die Auto-Option nach einer ersten Zusage gleich wieder ins Jenseits verbannt und mich konsequent gezwungen. Dann nächste Erkenntnis im Zug beim Lesen - die Schwente ist nach wie vor sehr gut im Wegschieben, ich werde es mindern - unbedingt und bestimmt, das wirkt befreiend! Nun denn - MUSIK: Mein Lieblingsfund von gestern - Leck mich am Arsch, watt n toller Remix! Da hat der Herr Fluegel sich selbst übertroffen, definitiv: http://soundcloud.com/roman-fluegel/addio-addio-roman-fluegel Heute Auswärts schlafen. Ich freue mich auf das andere zu Hause, aber hier ist ebenfalls zu Hause - komfortabel nenne ich das. ... link (0 Kommentare) ... comment Mittwoch, 17. Oktober 2012
Zu viele Eindrücke ...
kleinlautfolgen, 12:40h
... um in den Urlaub zu fahren. Heute morgen haben wir beschlossen hier zu bleiben. Gerade mal eine Woche in der neuen Wohnung, viele neue Perspektiven, ein fehlender Rhythmus bei dem man mit muss - irgendwie kein Bedarf an Dänemark. Man sollte doch raus fahren wenn man auch raus will aus dem Alltag - Alltag hatten wir bisher nicht, also eindeutiger Humbuck Geld auszugeben. Wir werden uns hier etwas gönnen - Sauna, Squashen, Möbel bauen. Holz ist ein toller Werkstoff, schon oft gehört - bisher noch nicht selbst genossen. Bald ist es soweit.
... um nach Dänemark zu flüchten. ich bin froh drüber, also vorrangig über das Gespräch und das Aussprechen meinerseits und das einig sein, ohne viel Laberei. Der Winterurlaub steht ja schon fast vor der Tür. ... aus der neuen-alten Heimat. Ein Einkaufsstraße, erste Gesichter, erste Probleme bürokratischer Natur. Ummelden kann tatsächlich zu einem großen Problem heranwachsen - die städtischen Beamten sollten sich über Zuzug von unter 50-Jährigen potenziellen Müttern doch freuen, stattdessen viel Lärm um nichts, ohne Ergebnis - ich musste schmunzeln. Der gestrige Tag zauberte einen neuen Musik-Künstler in meinen Wahrnehmungsbereich - Martin Patino. Leider viel zu wenig auf Vinyl zu erhalten - hier nun ein Track der besonders hängen geblieben ist: http://www.youtube.com/watch?v=aP_yAxrQMhw Mhmmm. ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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Letzte Aktualisierung: 2021.06.01, 13:25 status
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