Klein.Laut.Folgen
Freitag, 29. April 2016
Vom schlechten Gewissen ...
Du packst und schüttelst mich,
ich hab Dich nicht darum gebeten.

Du arbeitest in und zerrst an mir,
wenn ich nur könnte, ich würd Dich zertreten.

Du lässt mich unruhig sein,
Gedankenwirbel, wie ein Karussell,
hab ich Dich im Dunst erkannt und in den Arm genommen,
wird es Schritt für Schritt wandelnd wieder licht und hell.

Aus Dir sprechen Sätze von höheren Instanzen,
der Kindheit entwachsen und doch so präsent,
sprechen sie mahnend und hindern mich am weitertanzen.

Sie blockieren mich beim Wachsen und Sicher sein,
stattdessen fühle ich mich under pressure und unendlich klein.

Nein sagen, abgrenzen, auf meinen Körper hören,
Stimmen und Stimmungen des Herzens folgen,
kein Grund zu begründen und nicht zu erklären.

Ich bin ok, mein Handeln ebenso,
muss mich nur vor mir selbst vertreten,
alle anderen MEnschen stehen mit ihren Bedürfnissen hinten an, ohnen hinten an zu stehen,
denn nur so kann ich ganz da sein und sie als Spiegel ungetrübt sehen.


Schlafen, Energie sammeln, kurieren, Menschenpausen, Kräuter sammeln, Wunderlauch pflanzen, heut dann auch mal wieder in die Sonne gucken. Das Herz schlagen hören, den Atem spüren und mich fühlen, ein Woche der Absagen, mit einem Escape-Game und mit Entscheidungen.

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Sonntag, 24. April 2016
Der Flug ...
... nach Stockholm ist gebucht. Ich schaue einfach nicht mehr auf mein Konto - das Ende der Woche wirds schon richten.
Bei einem Glas Rotwein lasse ich die Woche sacken. Eine Woche mal wieder voller Erkenntnisse. Etwas weniger Ich macht immer Licht.
Nach einem rauschenden Donnerstagabend, rauschend im Sinne von Bierlastig, rauschend im Sinne von einen guten Freund wiedersehen, rauschend im Sinne von der Superkoch will den anderen Mitbewohner nicht und es stehen spannende und herausfordernde Gespräche an, verschlafe ich nahezu den gesamten Freitag. Weiß kaum etwas mit mir anzufangen, verbringe ein bisschen Zeit im Garten und schaue mal wieder einen Tatort. Gestern dann ebenfalls Reduzieren. Ausschlafen, und frühstücken und die Deutschstunde planen und dann im Garten werkeln, bis der Abend da ist. Meine kleinen Pflänzchen begutachten und neue Reihen mit Saat bestücken und dann noch ein bisschen alte Fenster bearbeiten und früh schlafen gehen. Heut bin ich dankbar für die STunden mit mir und spüre ein wenig Energie. Ein netter kurzer Gastrojob und dann wiederum Deutsch pauken mit den Bulgaren und Souleymane. Und netten Gesprächen mit der Nachbarin. Und der Erkenntnis - weiter sortieren, mich sortieren aber auch aussortieren, Abschiede nehmen, kein Angst vorm Loslassen haben. Alles hat seine Zeit. Von Aktivitäten, von Vorstellungen, von Menschen. Ich kann und mag mich nicht zerteilen, kann und mag nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Prioritäten setzen und drauf scheißen, ob mich jemand versteht oder nicht. Ich muss mich immer nur selbst verstehen. Das ständige Gefühl des Suchens akzeptieren, annehmen lernen, nicht ständig hinterfragen. Es gehört zu mir, ist gerade Teil meines Lebens, darf so sein. Ausprobieren, um wieder aufzuhören, offen zu bleiben ohne Fliege hinterherzueilen, reflektieren, dabei aber nicht ständig ins wanken geraten. Sicherheit mit mir leben. Eben auch mal nicht zu einem Konzert zu gehen, obwohl ich eine Karte habe und einfach entscheiden zu Hause zu bleiben. Eigene Entscheidungen nicht vor mir zu rechtfertigen, sondern anerkennen, dass ich mich verlaufen darf, umentscheiden kann. Das Chaos lächelnd in den Arm zu nehmen und den Kontrollverlust zulassen.
Und eben weil es auch in dieser Woche wieder viel war, hänge ich nun noch die Wäsche auf und gehe mal wieder früh ins Bett.

Morgen startet der Rettungsschwimmer-Kurs, 12 Wochen jeden Montagabend, husch - raus aus der Komfortzone. Ein bisschen Respekt hab ich ja schon.

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Montag, 18. April 2016
Oliven und ...
... Gewürze und Datteln aus dem schönen Marokko erreichen heut unsere Wohnung. Samt braungebranntem Superkoch, der vor lauter Entspannung kaum zu ertragen ist. Schön, dass er wieder da ist.
Und lecker das Zeug, freue mich das erste Mal damit zu kochen. Ein schönes Wochenende liegt hinter mir, überraschend mit HErzensbesuch aus Leipzig, einer schlechten PArtyoption aber lustigem Einkehren bei BK, wie ich es schon JAhre nicht mehr gemacht hab. Der Vorteil an industriellen Produkten - sie schmecken auch nach Jahren noch genauso gut oder schlecht oder wie auch immer. Chilli-Cheese-Nuggets jeden Falls konnte ich wunderbar genießen, morgens um vier im Regen, auf der Bank von na Tramstation. Am Freitag ist Schlafenstag, den ganzen Tag, rund um die Uhr. Nur zum Frühstück und für einen Film schäle ich mich aus dem Bett, anziehen tue ich mich garnicht. Im Bademantel, den ganzen Tag. S. fragt: "J., Du nur arbeiten und schlafen, hm?" ICh muss lächeln und kann nur nicken. Jupp, schlafen, nachholen nach den letzten Arbeitswütigen Tagen. Am Samstag dann 5 Stunden Kletterhalle, ich spüre meinen Körper noch heut bis in die letzte Faser. Gutes Gefühl, wichtig und die totale Kopfentspannung, kein grübeln, nur den Blick in der Wand und Stück für Stück nach oben hangeln. Wie beim Schwimmen, wenn ich durch das Wasser ziehe, mich leicht und eins fühle, ganz ruhig, ohne nach Atem zu ringen. Am Mittwoch wieder, dann auch endlich mit dem ersehnten Frisör-Termin, scheiss Undercut - immer wenn ich drüber nachdenke ihn rauswachsen zu lassen dann sieht es so mistig aus, dass ich wieder rasieren mag. Gestern die zweite Deutschstunde. In riesen großen Schritten geht es weiter, alle Jungs haben sie weiße Schulheftchen zugelegt und schreiben fleißig mit, wollen unbedingt Hausaufgaben haben, bekommen sie natürlich auch. Heut habe ich ein Buch vollständig gescannt, dann wird das Arbeitsblätter bauen noch ein wenig einfacher - irgendwie auch lustig, dass ich jetzt als Privatperson dann doch Lehrerin bin. Wir haben gefühlt alle noch ne Fahne aber jeder reißt sich zusammen und die zwei Stunden vergehen wie im Flug.
Es fühlt sich gut an keinen Rückzieher gemacht zu haben, sinngebend und nicht mehr fordernd. Einmal verstanden, das ich keine Verantwortung übernehmen muss, fühlt es sich leichter und bereichernd - der PErspektivwechsel im Inneren schenkt mir neue Ruhe, ohne das ich das Außen ändern musste. Eigene Grenzen, die nur im Kopf existieren, einreißen und die Weite des Lebens wahrnehmen. Kein einfacher Weg, jedes Mal eine Herausforderung verbunden mit tiefen Kämpfen, denen ich mal mehr und mal weniger zugucken kann... Aber gut so.

Hier ein vielversprechender, aufstrebender und herzensguter Musikinput aus dem schönen Köln. Von einem wunderbaren Menschen, einem guten Freund - keep on rockin:

https://soundcloud.com/hellmann/woodpecker

er entwickelt sich so schön, ich mag die einzelnen Elemente, das liebliche, wie J. sagen würde, und ich mag die Zeit die er sich dafür genommen hat - die Ruhe, das am Ende doch alles irgendwie Sinn macht, einfach ma in einen Track gepackt!

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Letzte Aktualisierung: 2016.04.29, 11:06
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