Klein.Laut.Folgen
Donnerstag, 10. Juli 2014
Yeah und Yeah ...
... und nochmal Yeah!

Die letzten Etappen sind in Sichtweite und ich feiere mich und meinen Weg, mit Demut und zugleich Stolz.

Abgabe McDonald's-Projekt: 29. Juli 10 Uhr! Ich bin dankbar für Menschen an Universitäten, die so wunderbar Mensch bleiben, Zwänge und Situationen einschätzen können und Türen nie ganz schließen!

Abgabe Master-Arbeit: 11. November! Wenn ich mich nicht verrechnet habe enden dann die 4 Monate! Alter Vadder, so schnell kann es gehen! Keine Angst sondern große Freude auf Neues!

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Mittwoch, 9. Juli 2014
Gewitter schaffen ...
... Erleichterung. Erleichterung für Körper, Geist und Seele. Die Wolkenberge türmten sich gestern gigantisch, der Tag wurde zur Nacht, grün-gelbes Licht verstärkte die aufbrausende und unwirkliche Stimmung. Wir saßen unter einem Blätterdach und frönten dem Sein. Gutes Gespräch unter Freunden - gemeinsames erden. Dann der große Regen, ordentlich Wind dazu; tolles Feeling - mit Arme ausbreiten, tiefem Einatmen und spüren.

... im Anschluss konnte ich meinen Tag sehr versöhnlich zu Ende führen - soll heißen: die Fisch-Station steht! Ein weiterer Schritt gen Projekt-Ende. Ich bin stolz auf mich, sehr stolz. Zugleich übe ich mich in Demut.

Meine Tage waren voll Menschen, voll toller Menschen, toller Gespräche, gemeinsamen Lachen und Essen und Singen. Und trotzdem verspürte ich ein intensives Bedürfnis nach dem Allein-Sein. Hand auf den Bauch, mich selbst spüren und genießen. Seit der Auszeit gestern fühle ich mich klarer und ruhiger und entspannter. Manchmal muss das Glas eben erst wieder leer gemacht werden, damit es wieder Dinge und Eindrücke aufnehmen kann. Nun freue ich mich auf meine letzten Tage in der Stadt, gespickt mit Lehre, Konzerten und einem abschließenden Fahrradkorso wenn das Finald ebenso traumhaft zu Ende geht wie das Halbfinale gestern.

Heute Morgen im Radio durfte ich einem alten Favourit-Song von mir lauschen; bleibt wohl als Ohrwurm für heute gebucht:

http://www.youtube.com/watch?v=KK5YGWS5H84

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Mittwoch, 2. Juli 2014
Wenn die Angst ...
... zurück kommt, fange ich an zu rudern. Gegen den Strom, kann es nur schwer annehmen, dass ich nicht kreativ bin, dass ich mich selbst bremse, scheinbar nicht voran komme - dabei mag ich doch einfach nur fertig werden damit! Ich bemühe mich also um Ruhe, versuche inne zu halten, in mich hineinzuhören, keine Menschen zu sehen, zu lesen und vor allem konstruktive Gedanken zu entwerfen. Ich sage mir immer wieder: Du bist die Konstrukteurin, niemand schreibt Dir etwas vor, Du entscheidest wie diese dämlichen Arbeitsblätter aussehen, sie dienen doch nur dem Ende des Projektes, müssen keinem höheren Anspruch folgen, sind einfach nur da. Mein Körper hilft mir beim Lauschen, sobald ich dicht mache gibt es meine Anzeiger in Bauch und Kiefer. Das ist wirklich gut!

Tja und dann probiere ich loszulassen - die Projekte, die Menschen, scheinbar wichtige Dinge. Versuche mich freizuschwimmen, zu sein. Immer wieder mühevoll dieses Unterfangen mit meinem Lebensweg.

Wolfgang Müller beschreibt es so:


Stillklang
Veröffentlicht am 9. Januar 2007


Nur mit Worten bekleidet
trete ich manchmal in die Welt
die Worte lässig um die Hüften geschwungen
oder stolz zum Turban aufgebunden
wie es euch gefällt

Halte ich die Luft an und
falte aus ihr einen Vogel
der in den Himmel fliegt
und nur aus heißer Luft bestehend
im Sommer in oder im Schwärmen
als Flimmern über der Stadt liegt

Unter ihm und mir,
Satz um Meter
verkantete Versketten
die misstönend und unschön
um die Schönheit herumscheppern
wie die Alten am Alten festhalten
und jung sein wollen
noch morgen wie gestern
um das Heute herumtollen
sich bisweilen an der Zeit glatt schleifen
oder weil ihnen kein Zauber innewohnt
in Tränen aufgelöst
Worte bleiben

Die Mutigsten
springen mir einzeln ins Auge
bis ich dann sprachlos
demselben kaum traue
da wird ein Himmel gerade noch grau
gedacht wortwörtlich himmelsblau

In diesem Licht
sind Buchstaben Farben
mit denen wir uns einander ausmalen
und – wenn wir uns dann irgendwann
darauf ansprechen -
hoffen genau den richtigen Ton zu treffen
und das Herz leer mit Leinwänden offener Fragen
die Antworten nicht zu dick aufzutragen

Denn manchmal ist man mit sich
nicht so ehrlich
und windet sich aus sich heraus und
verzehrt sich
versucht das innere außen zu finden
fängt an
sein Glück mit Erfolg zu verbinden

Und schreibe ich dann für der anderen Lob und
packe die Sprache lieblos und grob
dann hüpft sie mir davon wie ein Flummi
wird fade und zäh
wie billiges Kaugummi
bis sie dann schließlich
verbissen und farblos
entmenschlicht ist und damit
geschmacklos

Dann wieder, die Taschen voller Gedanken
gehe ich wie ein Gärtner Ideen Pflanzen
die alsbald und mit Geduld gegossen
sich aus dem Alltagsgrün
an meiner Fassade empor ranken
und anfangen zu blühen

Und nur selten
wenn ich still bin
dann sitze ich am Rand oder mittendrin
und lasse den Stillklang der Welt in mir klingen
manchmal ertrage ichs
und schreib ein Gedicht
und manchmal nicht
dann bleibt mir nichts als die Welt
neu zu ersingen
und mich davon zu machen
auf erfundenen
Schwingen

Dazu noch ein wenig wunderschöne Musik der lieben Ada gemeinsam mit David Hasert in dem Kompakt Projekt DAMH

https://www.youtube.com/watch?v=bJh3Iw9QcSk

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